Training in Most, Juli 2011

24 07 2011

Am 11. Juli war endlich wieder angerichtet: Richie-Race in Most, das erste Training der Saison steht an. Die Veranstaltung ist vollständig ausgebucht.

Sonntagabend 19 Uhr: Die Schranke zum Fahrerlager öffnet sich für die Teilnehmer, das Organisationsteam hat bereits alles vorbereitet. Die Rennküche hält Getränke und Verpflegung bereit, die technischen Kommissare nehmen die Fahrzeuge routiniert und zügig ab, bei der Papierabnahme kommt es allerdings zu Verzögerungen, die Wartezeiten verursachen. Dazu haben wir einige Ideen, im September sollte das besser laufen.

Am Abend werden rund 80 % der Fahrzeuge abgenommen. In der Nacht geht ein heftiges Unwetter nieder und der Begriff „Wassersäule“ erhält für alle, die im Zelt schlafen, eine ganz neue Bedeutung…

Montagmorgen, 5.30 Uhr: Am Himmel hängen noch bedrohliche schwarze Wolken, aber der Regen hat aufgehört, die Strecke trocknet ab. Das Küchenteam ist schon bei der Arbeit. Bevor das Fahrerlager erwacht wird Kaffee gekocht und das Frühstück vorbereitet.

8.00 Uhr, Fahrerbesprechung. Die Teilnehmer und Instruktoren hängen aufmerksam an Richies Lippen. Die Besprechung ist für einen problemfreien Ablauf auf und neben der Strecke unverzichtbar, sie hat aber durchaus auch Unterhaltungswert. Nach der Besprechung werden die Teilnehmer des B- und C-Blocks in Gruppen eingeteilt, während die schnellen A-Gruppen pünktlich auf die Strecke gehen. Der Vormittag verläuft planmäßig, ohne große Unterbrechungen. Vereinzelt werden Korrekturen an der Gruppeneinteilung vorgenommen, bis jeder sein Plätzchen gefunden hat.

In der Mittagspause darf als besonderes Schmankerl mit Sozius gefahren werden, und ein paar glückliche Menschen haben Gelegenheit zu erleben, was echte Könner alles mit einem Zweirad anstellen können (Danke Steini! So schnell war ich noch nie). Auch die Nachmittagsturns verlaufen nach Plan und ohne große Zwischenfälle.

Nach dem letzten Abwinken entfaltet sich die ganz spezielle Fahrerlager-Atmosphäre – Grillen, Flaschenbier, Benzingespräche, Fachsimpeln…

Dienstagmorgen, 5.30 Uhr: Während das Fahrerlager noch von der Ideallinie träumt, stemmt sich das unermüdliche Küchenteam aus den Federn. Zum ersten Mal gibt es hier Unterstützung von einem echten Fachmann: Frank hat Kochen und Großküche gelernt und zaubert mit Rita und Annette erstaunlich leckere Sachen hinter dem Tresen hervor. Ganz nebenbei nimmt er als Teilnehmer in einer C-Gruppe teil und steigert sich dort kontinuierlich. An dieser Stelle, liebe Rita, liebe Annette, lieber Frank: 1000 Dank für das leckere Essen, den tollen Service, euren engagierten Einsatz und die gute Laune! Die Rennküche wurde von allen Seiten gelobt – zu Recht!

8.30 Uhr: Fahrerbesprechung – nach dem ersten erfreulichen Tag gibt es nicht allzuviel zu besprechen, kontroversen Diskussionen finden gar nicht statt. Thema ist vor allem das freie Fahren, das für die bisher instruktorengeführten Gruppen ansteht.

Alle freuen sich auf einen sonnigen zweiten Trainingstag. Und auch der verläuft ausgesprochen unproblematisch. Beim freien Fahren der B-Gruppen hapert es zu Anfang noch ein wenig. Hier muss ein paar wenigen Teilnehmern von den Instruktoren das Thema Fahrdisziplin erläutert werden. Die große Mehrheit hat damit kein Problem und ist durchaus in der Lage, sich fragwürdige Manöver im Sinne der Sicherheit zu verkneifen.

Bei der großen Anzahl von Teilnehmern hat das Instruktorenteam alle Hände voll zu tun. Die hohe Auslastung der Strecke läßt sich durch die routinierte Zusammenarbeit der Instruktoren gut kompensieren, das Überholen in Gruppe wird durch das nach Tempo gestaffelte Auffahren auf die Strecke minimiert und verläuft problemlos. Die Anforderungen an den Instruktor erschöpfen sich natürlich nicht im Vorfahren auf der Strecke, das dürfte wohl die geringste Schwierigkeit sein. Neben dem Vermitteln von theoretischen Inhalten und technischen Finessen müssen die Teilnehmer(innen) dort abgeholt werden, wo sie stehen – fahrerisch und mental. Und natürlich übernehmen die Instruktoren eine hohe Verantwortung. Ein Blick auf die Feedback-Seite zeigt, dass sie ihre Aufgaben sehr gut erfüllt haben.

Ganz nebenbei wurden modische Trends gesetzt, wobei sich die im Fahrerlager anwesenden weiblichen Wesen fragen, was schlimmer ist – Boxershorts über langer Herrenstrumpfhose oder lange Strumpfhose ohne Boxershorts (bitte nicht!). Ein kleiner Tipp: Im Protektorenkombi seht ihr alle total gut aus!

Kritik gab es für den Reifendienst. Die Preise und die eigenwilligen Öffnungszeiten stießen nicht gerade auf Begeisterung im Fahrerlager. Wir arbeiten hier an einer Lösung.

Bestes bewährt und immer wieder gern genommen: Ulis Bike Shuttle Team. Wer ohne Stress nach Most kommen möchte und vor allem nach dem Training ganz entspannt wieder nach Hause, kann das zu einem fairen Preis von Uli und Peter erledigen lassen.

Neu dabei war ein Team von Physiotherapeuten, das Richard zum ersten Mal am Start hatte. Jeanette und Knut machten die strapazierten Sportsmänner und -Frauen auf Wunsch wieder geschmeidig  und hatten viele gute Tipps zur Behandlung von allen möglichen Zipperlein parat. Der neue Service wurde gut angenommen, die Physios hatten ihrerseits auch mächtig Spaß beim Fahren. Muss man wieder machen – beides.

Den Abbau erledigt das Helferteam unterstützt von vielen fleißigen Händen ruck-zuck, und dann war das erste Richie-Race-Training auch schon wieder vorbei. Schade.

Wer Lust auf mehr hat: Richies Trainings erfreuen sich zunehmender Beliebtheit. Für den September-Termin müssen wir bereits mit Wartelisten arbeiten. Deshalb: Wer seinen Platz im nächsten Jahr sichern will, sollte frühzeitig buchen.

binja


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  • stefan braun:

    Hallo Ritchie +Team

    war jetzt das dritte mal bei Euch dabei und wie immer Klasse. Super organisiert klasse Atmosphäre, Wetter wie bestellt Gratulation. Nur eines möchte ich hier noch los werden, leider hat man diesmal gemerkt das viel jüngere Teilnehmer dabei waren. Siehe Montag Morgen 5 nach 9 und die Strecke war gesperrt. Bitte auch auf die jüngeren Teilnehmer Einfluß nehmen Leben ist wichtiger als eine um 2zehntel bessere Zeit. Ansonsten macht weiter so wir sehen uns ganz bestimmt nächstes Jahr wieder

    Gruß

    d´brauni

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